Freitag, 22. Februar 2013

BEM - Betriebliches Eingliederungsmanagement

Liebe LeserInnen,

kürzlich stellte mir jemand die Frage:

"Ist "Betriebliches Eingliederungsmanagement" (BEM) sinnvoll?"

Die Antwort: Ja. Es ist nicht nur sinnvoll, sondern Arbeitgeber müssen sich auch darum kümmern.


Ein Satz für alle, die hier stöbern, aber nichts damit anfangen können:
Wenn Arbeitnehmer ernstlich krank, d.h. längere Zeit oder viel arbeitsunfähig krank sind, dann ist zu überlegen, wie man diese Arbeitsunfähigkeitszeiten verringern oder vermeiden kann.


Der Arbeitgeber muss sich damit beschäftigen, was er möglicherweise tun kann und ob und unter welchen Voraussetzungen der Arbeitnehmer wieder einsetzbar ist.
Übrigens ist es dafür irrelevant, welche Erkrankung jemand hat. Ein möglicherweise einbezogener Arzt muss dem Arbeitgeber über die konkrete/n Erkrankung/en keine Auskunft geben. Es geht lediglich darum, wie der Arbeitsplatz ausgestaltet sein muss, damit jemand wieder (normal) arbeiten kann.

Das BEM hat für beide Seiten Vorteile: Arbeitgeber verlieren nicht Zeit durch Ungewissheit, sparen Kosten, Arbeitnehmer arbeiten wieder. Wenn der Arbeitsplatz nicht leidensgerecht gestaltet werden kann, muss man letztlich über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachdenken. Durch den BEM-Prozess werden sich aber beide Seiten darüber klar. Damit werden Konfrontationen vermieden oder zumindest verringert.

Tipp: Die Durchführung des BEM wird übrigens auch von der DRV Bund unterstützt, denn die DRV Bund hat ein ureigenes Interesse daran, dass Arbeitnehmer wieder arbeiten und nicht früher als nötig Rentenbezieher werden.

Bei weiteren Fragen zu Ihrem konkreten Fall berate ich Sie natürlich gerne persönlich.

Ihre
Nathalie M. Brede




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